Ich fühlte mich von meinem Sohn aufs Altenteil abgeschoben

Schicksal#008IchfuehltemichvonmeinemSohnaufsAltenteilabgeschoben… „Es tut mir leid, dass ich dich so angefahren habe. Das Wohnzimmer ist dein Reich“, sagte er einlenkend. Aber schon mit dem nächsten Satz machte er meine Erleichterung zunichte. „Ich bau’ mir dein Nähzimmer als Büro um, dann hast du abends deine Ruhe vor mir.“ Mein Nähzimmer! Mein Heiligtum! Auch wenn ich nur noch darin saß, um alten Erinnerungen nachzuhängen, machte es doch mein Leben aus. Aber über meine Lippen kam kein Laut, als Torsten die „ollen Klamotten“ auf den Dachboden schaffte und einen neuen Schreibtisch aufstellte. Bedrückt untersagte ich mir, meinen Sohn in seiner Freiheit zu beschneiden. Was war schon mein kleines Museum angesammelter Dinge gegen seine Karriere?“ …