Nur der Herr weiß, wie ich leide

Schicksal#029NurderHerrweisswieichleide… „Die Straße war noch dunkel und still. Bevor Martin aus der Tür schlüpfen konnte, hielt ich ihn zurück. „Ich würde so gern einmal mit dir frühstücken“, entfuhr es mir sehnsuchtsvoll. Die sanften Augen von Martin verdunkelten sich. „Es darf niemand von uns erfahren“, wiederholte er eindringlich den Satz, der wie ein Eid zwischen uns stand. Er hauchte mir noch einen Kuss auf den Mund und verschwand dann in der Dunkelheit. Auf meinen Lippen schmeckte ich die bitter-süße Erfüllung, die ich seit vier Jahren mit Martin genoss. Mit dem Pastor unserer Gemeinde, der in meinen Armen zum Mann geworden war.“ …